Willkommen, liebe Eltern,
liebe Betroffene und Interessierte
Jedes Jahr erkranken ca. 150 Kinder neu an einem Neuroblastom. Das sind seit der Zeit, da man
bei meinem Sohn Sebastian ein Neuroblastom, Stadium IV diagnostizierte, über 2.550 Kinder,
die ebenfalls mit der Krankheit fertig werden mussten.
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Wird man als Eltern mit dieser Diagnose konfrontiert, möchte man, sobald der
erste Schock verwunden ist, so viel wie möglich über die Krankheit wissen
und soviel wie möglich von anderen Erfahrungen mitbekommen.
Als mein Sohn Sebastian erkrankte, war das Internet noch nicht das Mittel der Wahl.
Es war gar nicht so einfach, an einigermaßen aktuelle Literatur zu kommen.
Das ist heute schon sehr viel einfacher. Da mich das Thema immer
noch berührt, versuche ich hier meinen Teil zur Information beizusteuern.
Es würde mich sehr freuen, wenn Ihnen meine Seiten gefallen und evtl. etwas
weiterhelfen könnten. Für jede Resonanz bin ich dankbar!
1992 begann für meinen Sohn Sebastian und mich der Kampf gegen das Neuroblastom,
Stadium IV. Viereinhalb Jahre hat er gedauert. Eine Zeit, die unser aller Leben auf den Kopf stellte.
Aber der Einsatz von Operationen, Chemotherapie, Strahlenbehandlung und radioaktiver
Behandlung konnte Sebastian nicht retten.
Es kam der Punkt, an dem es Zeit war, aufzugeben.
Die Rückkehr in ein Alltagsleben nach vielen Jahren Leben mit der Krankheit und nach
Sebastians Tod war sehr sehr schwer und langwierig. Dass ich heute 'normal' leben kann,
verdanke ich mehreren Umständen:
- der Verarbeitung der Zeit der Erkrankung in
einem Buch "Ein Indianer kennt doch keinen Schmerz".
- Der Notwendigkeit weiterzumachen, damit meine beiden anderen
Kinder psychisch gesund bleiben konnten.
- Bewältigung der Trauer durch intensive Beschäftigung
mit Nah-Tod-Erlebnisberichten und allem was damit zusammenhängt.
- Verarbeitung dieser Erkenntnisse in "Trauer lindern - Hoffnung gewinnen".
- Veränderungen: Seit dem Tod Sebastians hat sich meine
komplette äußere Situation geändert. Wohnort, Beruf, Partner.
Dadurch bin ich nicht mehr ständig den Erinnerungen
und der damit einhergehenden Trauer ausgesetzt. Ich habe mich
derart intensiv mit dem Thema Tod auseinandergesetzt, dass ich
mir nun erlaube, zu Verdrängen.
Auch das braucht man manchmal zum Weiterleben.
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aktualisiert: 05.03.2009